Motobecane Mobylette

Es war eigentlich purer Zufall, dass ich zu meiner grünen Mobylette kam: Ein Fahrradhändler in meiner Nähe schloss seinen Laden und mit ihm auch die angrenzende Garage. Diese war glücklicherweise nicht nur mit Fahrrädern gefüllt, es befanden sich auch vereinzelt Mofas darunter. Da alles verkauft werden sollte und zudem der Preis für das Mofa, welches mir am besten gefiel stimmte, durfte ich die Mobylette gleich mitnehmen.


Leider hatte das Mofa laut Vorbesitzer Probleme mit der Zündung, weshalb der Motor nicht laufen würde.

Zum damaligen Zeitpunkt rümpelte ich gerade mein Zimmer aus, wo bei mir die Idee hochkam, mir ein Mofa als Dekoration ins Zimmer zu stellen. Die Mobylette lief sowieso nicht, sah optisch gut aus und bot sich deshalb perfekt für das Vorhaben an. So kam es, dass das Mofa jahrelang an der Empore in meinem Zimmer hing...



So schön diese ungewohnte Zimmerdekoration auch war - Nach ein paar Jahren bekam ich dann doch Lust, das Mofa auf die Straße zu bringen. Also wurde es wieder abgehangen und begutachtet:


Durch die Tatsache, dass ich die Motorteile (allen voran natürlich Zylinder und Kolben) vor dem Abstellen mit Öl entsprechend konserviert und auch alle paar Wochen/Monate kurz in die Pedale getreten habe um die Festsetzung des Kolbens zu verhindern, entstanden glücklicherweise keine Standschäden am Motor. Trotzdem blieb da ja noch die Aussage des Verkäufers bezüglich der defekten Zündung...


Tatsächlich startete der Motor nicht.

Es ging also kein Weg daran vorbei, auch dieser Motor wurde komplett überholt. Neben den üblichen Arbeiten hatte ich hier das Glück, dass ich auf einem Veterama - Besuch genau den Motor der Mobylette fand und kaufen konnte. Bei diesem war die Zündung auch noch vorhanden und zum Glück funktionstüchtig - nach dem Umbau der Zündungen ratterte auch dieser Motor wieder los.


Nachdem das Mofa nun technisch funktionstüchtig war, stellte sich die Frage, in wie weit auch optisch noch Hand angelegt werden sollte. Schlussendlich entschied ich mich dazu, das Mofa einfach in seinem Zustand zu belassen. Komplett. So wie es damals vom Vorbesitzer abgestellt wurde.


Zur Abwechslung zu den Restaurationen und Neuaufbauten also mal ein Mofa, welches "ungeschönt" in seinem Originalzustand belassen wurde und eine Menge Spaß macht!




                                

Joshua Rönsch

Mopedwelt Murgtal & Heidelberg

 

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